Green Cloud Computing Infrastructure Testlab

Das GCCIT-Projekt zielt darauf ab, eine gemeinsame tschechisch-österreichische (verteilte) Testinfrastruktur zu entwickeln, die Prozesse in Rechenzentren oder anderen lokalen Rechenclustern optimiert, um hohe Energieeffizienz und Nachhaltigkeit durch den Einsatz erneuerbarer Energien zu erreichen. Dies ermöglicht Unternehmen, ihre Infrastrukturen optimal mit erneuerbaren Energien zu betreiben und innovative Lösungen für die praktische Anwendung zu testen und weiterzuentwickeln.

Rechenzentren und ähnliche kleinere Unternehmenseinrichtungen sowie Rechencluster spielen in der heutigen globalisierten Welt eine immer wichtigere Rolle. Durch die Entwicklung von künstlicher Intelligenz, Cloud Computing und Digitalisierung wird der Bedarf an Rechenzentren und Rechenkapazität voraussichtlich deutlich steigen. Gleichzeitig müssen Maßnahmen ergriffen werden, um Rechenzentren umweltfreundlicher zu gestalten. Es ist entscheidend, dass Rechenzentren künftig ihren Stromverbrauch vollständig aus fluktuierenden erneuerbaren Energiequellen decken können.

Das Green Cloud Computing Infrastructure Testlab (GCCIT) erforscht und entwickelt Lösungen zur Maximierung der Effizienz von Rechenzentren und anderen IT-Infrastrukturen im Rahmen der Energiewende und ermöglicht so die vollständige Nutzung erneuerbarer Energiequellen.

Das Testlabor unterstützt Unternehmen in der Region bei der Entwicklung neuer technischer und wirtschaftlicher Lösungen, die Rechen- und Energiedienstleistungen verbinden. Es bietet eine Testumgebung für verteilte Rechenzentren und stellt Prototypenlösungen sowie die notwendigen multidisziplinären Kompetenzen im Bereich Forschung und Entwicklung bereit.

Eine der größten Herausforderungen bei der Nutzung erneuerbarer Energiequellen ist deren Volatilität, die zu Schwankungen in der Energieversorgung führt. Die untersuchten Methoden und Algorithmen ermöglichen es, Rechenprozesse so zu organisieren und zu verlagern, dass der Energieverbrauch von Rechenzentren flexibel an die Energieversorgung angepasst werden kann. Diese Flexibilität ermöglicht es, den Herausforderungen der Energiewende und des Rechenzentrumsbetriebs zu begegnen:

Die technische Innovation besteht in der Entwicklung eines Software-Frameworks für einzelne und verteilte Rechenzentren oder andere lokale Rechencluster. Dieses Framework ermöglicht die Optimierung des Energieverbrauchs unter Berücksichtigung verschiedener Randbedingungen wie Energiepreise, Verfügbarkeit erneuerbarer Energien und Netzstabilität.

Die Anwendungsbereiche reichen von der Optimierung der Energiekosten in Rechenzentren oder Unternehmens-Rechenclustern über neue Geschäftsmodelle für Energieversorger und Beratungsunternehmen bis hin zur einfacheren Integration von Rechenzentren in das bestehende Stromnetz